Wie senke ich die Kosten pro Klick?

Wie bei jedem Blogbeitrag von mir - möchte ich Dir auch hier eine kurze Einführung geben. Denn bevor Du deine Kampagne und deine Kosten pro Linkklick senken kannst, musst Du verstehen, wie dieser sich zusammensetzt.

Die folgenden Faktoren wirken sich am stärksten auf die Kosten pro Linkklick aus:


 

  • CTR (Click-Through-Rate) dt. Link-Klick-Rate
  • Relevanzbewertung von niedrig (1) bis höchst-relevant (10)

Natürlich gibt es weitere Unterfaktoren, die sich auch gering auf deine Kosten pro Linkklick auswirken, am wichtigsten ist aber zu verstehen, dass Facebook genau wie Google Impressionen berechnet.

Was heißt das einfach gesagt für Dich als Werbetreibender? Wenn Du möchtest, dass deine Werbeanzeige, egal ob Text, Bild oder Video beispielsweise 1.000 Menschen aus deiner Zielgruppe gezeigt wird, dann musst Du dafür bezahlen. Dabei ist es anfangs völlig egal, ob und wie oft jemand auf deine Anzeige klickt.

Stell Dir das Werbenetzwerk von Facebook oder Google wie einen Campingplatz vor. Du buchst eine Fläche von 5 x 10 Metern und möchtest hier kräftig Werbung machen - Vorbeigehende also dazu bewegen in deinen Wohnwagen zu kommen, damit sie dort etwas kaufen. Der Betreiber deines Campingplatzes verlangt für die Fläche, die Du beanspruchst - 50 Euro pro Tag. Ihm ist es fast egal, ob jemand in deinen Wohnwagen kommt, oder ob die Menschen nur dran vorbeigehen und deine "Werbung" belächeln.

Achtung - so verstehst Du die Faktoren hinter den Kosten pro Link-Klick


Jetzt wird es spannend: Facebook funktioniert ähnlich wie ein Campingplatz! Wir wiederholen noch einmal schnell - Du bezahlst für eine Werbefläche auf einem Campingplatz 50 Euro am Tag, damit Du dort Werbung machen darfst und Menschen in deinen Wohnwagen kommen und kaufen können. Bei Facebook buchen wir nicht Campingfläche, sondern Zielgruppen.

Facebook erlaubt es uns also z.B. 1.000 Benutzer mit bestimmten Interessen für 50 Euro anzusprechen. Auch hier können wir, ähnlich wie auf dem Campingplatz - Werbung für unser Angebot machen. Facebook aber auch dem Campingbetreiber ist es zunächst völlig egal, ob Leute auf unsere Werbeanzeige klicken oder unseren Campingplatz betreten - denn sie erhalten ihre Gebühr von 50 Euro sowieso.

Der entscheidende Unterschied ist jetzt aber, dass auf die Nutzer von Facebook in bestimmten Interessensbereichen (besonders in den Hauptmärkten wie Abnehmen, Finanzen und Beziehungen) zu viele Menschen kommen, die ihre Werbung unterbringen wollen. Facebooks "Campingfläche" reicht also nicht für alle aus, die 50 Euro bezahlen wollen, um 1.000 Menschen aus der Zielgruppe zu erreichen. Genau deshalb hat Facebook genau wie Google ein Belohnungssystem erstellt.

Wie Du das Belohnungssystem von Facebook für günstige Klicks nutzt


Das Belohnungssystem funktioniert einfach gesagt so: Wer die klickstärksten und relevantesten Werbeanzeigen für seine Zielgruppe erstellt, den belohnen wir mit günstigen Kosten pro Klick. Facebook verfolgt genau wie Google das Ziel, möglichst zufriedene Nutzer mit einem tollen Erlebnis zu besitzen. Deshalb werden Verkäufer auf ihren Campingplätzen mit "schlechter" oder "unpassender" Werbung mit teuren Klickkosten bestraft - und Verkäufer mit tollen, passenden Anzeigen werden belohnt.

Wie misst Facebook denn, wie gut eine Anzeige ist?

Wie ich schon in der Einführung geschrieben habe, sind dazu die CTR (Klickrate) und die Relevanzbewertung am entscheidensten. Das ist auch ganz logisch:

  • Die CTR sagt aus: Wenn die Anzeige 100 Leuten gezeigt wird, wie viele von ihnen klicken dann?
  • Die Relevanzbewertung sagt (grob) aus: Wie lange bleiben Nutzer auf deiner Anzeige / Webseite stehen um sich umzuschauen?

Noch einmal einfacher ausgedrückt: Je öfter Leute klicken (also deinen digitalen Campingplatz betreten) desto günstiger sind die Kosten pro Klick. Aber Achtung - das ändert nichts daran, dass Du täglich 50 Euro bezahlst, um 1.000 Leuten deine Anzeige zu zeigen. Es ändert nur, wie viel Du im Durchschnitt für einen Besucher zahlst.

Die CTR (Klickrate) ist also der erste Hinweis für Facebook, wie gut deine Anzeige für deine Zielgruppe ist. Der zweite Indikator ist dann genauso entscheidend: "Wie lange bleiben die Nutzer denn auf deinem Angebot stehen und schauen sich um?".

Wie Du die CTR und den Relevanzscore auf Facebook meisterst


Fassen wir noch schnell zusammen. Wir brauchen also Anzeigen, die von unserer Zielgruppe oft geklickt werden, um einen möglichst niedrigen CPC (Cost-per-Click) oder auch Kosten pro Linkklick zu erhalten. Auf der anderen Seite brauchen wir aber auch gute Anzeigen, die für die Zielgruppe relevant sind, damit Facebook unsere Anzeigen zu einem kleinen Teil "sponsort" - uns also für gute Anzeigen mit günstigen Kosten belohnt.

  1. Um klickstarke Anzeigen zu erstellen, solltest Du auffällige, vor allem kontrastreiche Anzeigenbilder oder Videos benutzen, die sich möglichst stark vom Facebook Hintergrund (Newsfeed) abheben. Die Hauptaufgabe liegt also darin, die Aufmerksamkeit der Nutzer zu erhalten.
  2. Um relevante Anzeigen zu erstellen, sollte der Inhalt deiner Werbeanzeige und der Inhalt deiner Zielseite (dahin, wo Du die Leute weiterleitest) möglichst zu den Interessen der Zielgruppe passen.
  3. Der wichtigste Faktor ist der Split-Test oder auch A/B-Test genannt. Du erstellst beispielsweise drei Werbeanzeigen mit komplett unterschiedlichen Inhalten und Zielseiten. Diese drei Anzeigen sendest Du wiederrum an 3 völlig unterschiedliche Untergruppen aus deiner Zielgruppe. Durch die Spalten "CTR" und "Relevanzbewertung" und "Kosten pro Link-Klick" lässt sich dann sauber ablesen, welche Werbeanzeige bei welcher Zielgruppe am besten funktioniert.

Kosten pro Conversion - deutlich wichtiger als Kosten pro Linkklick?


Eindeutige Antwort - JA! Du bist wahrscheinlich hier gelandet, weil Du genauso dachtest wie ich früher. Je günstiger die Klicks, desto mehr Verkäufe kann ich für z.B. 50 Euro Budget machen. FALSCH!

Es gibt einen extrem wichtigen Faktor, den Du dabei außer Acht lässt. Ich habe oft erlebt, dass Werbeanzeigen Kosten pro Linkklick von 0,04€ hatten - ich aber bis zu einem Verkauf fast 60% mehr bezahlt habe, als bei Anzeigen, deren Kosten pro Linkklick bei 0,28€ lagen.

Bitte lies die folgenden Zeilen besonders aufmerksam, das wird dir hunderte, wenn nicht sogar tausende Euro in Werbebudgets ersparen:

Das Endziel (der Verkauf) ist das entscheidenste, wenn es um die Kosten bei Facebook oder Google geht. Die Frage ist immer: "Wie viel bezahle ich dafür, dass jemand mein Initialangebot kauft?".

Beispiel: Ich verkaufe einen Kurs für 69€ brutto - ich erhalte nach Abzügen von Digistore24 und der Mehrwertsteuer also 50,23€ bei einem Verkauf. Ich weiß also auch, dass ich maximal 50,22€ ausgeben darf, bis jemand (im Durchschnitt!) kaufen muss. Wenn ich jetzt extrem klickstarke Anzeigen schalte, tausende Leute auf meine Anzeigen klicken, die gar kein Interesse (keine Relevanz) zu meinem Angebot haben, dann werde ich auch hier deutlich über 50,23€ bezahlen, bis jemand kauft.

Wenn ich jedoch gute, klickstarke und vor allem gleichzeitig relevante Anzeigen schalte, die die richtige Zielgruppe mit dem richtigen Bild ansprechen - dann zahle ich mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich weniger als 40 Euro, bis jemand mein Angebot wahrnimmt.

Wie findest Du die eine perfekte Anzeige für die eine perfekte Zielgruppe? Niemals! Du kannst Dich aber durch Testen der verschiedenen Anzeigengruppen (Zielgruppen) und der verschiedenen Werbeanzeigen sehr nah an die beste Kombination herantasten. 

Es ist nicht das Ziel, die günstigsten Kosten pro Link-Klick zu erhalten oder die eine perfekte Anzeige zu erstellen. Vielmehr ist es wichtig, durch fortlaufende Split-Tests die Kosten pro Kaufconversion zu senken.

Weil so ein Text aber meistens schnell vergessen ist und Du dann völlig umsonst bis hier unten hin gelesen hättest, habe ich etwas nachhaltigeres für Dich bereitgestellt. Schau Dir jetzt das kostenlos Facebook Training in Videoform an, damit Du die wichtigsten Tricks und Kniffe von mir persönlich aus der Praxis lernst.

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